Kategorie: In eigener Sache
27.01.2010
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Studium: Ich habe fertig.
Gestern habe ich erfolgreich meine mündliche Prüfung, die Verteidigung meiner Diplomarbeit (das Kolloquium) absolviert. Damit bin ich nun nach neun Semestern Diplom-Informatiker – jedenfalls im Prinzip. Die Urkunde gibt es erst in ein paar Wochen. Äh, moment, ich vergas: natürlich bin ich nur “Diplom-Informatiker (FH)”. Der Zusatz “FH” ist, warum auch immer, entscheidend.
Meine Rückfahrt aus Flensburg mit dem Zug gestaltete sich ganz nett, wenn es nicht so traurig wäre. Statt eines modernen, schicken ICE fuhr ein Ersatzzug, ein beinahe ausgemusterter Intercity-Zug mit einer schäbigen, vollkommen abgenutzten Inneneinrichtung in beige-gelb, türkis und Flieder. Auch das begleitende Bahnpersonal war darüber offensichtlich nicht glücklich. Im Vorbeigehen beim Einsteigen hörte ich einen Mitarbeiter fluchen: “Das kann doch nicht war sein, was ha’m die uns hier für einen Sch*** hingestellt, …”
Die Begrüßung erfolgte dann mit einem seufzenden Unterton: “Meine Damen und Herren, willkommen im [kurze Pause, eigentlich folgt hier das Wort ICE] Zug nach berlin Südkreuz mit halt in Berlin Hauptbahnhof. Wir wünschen Ihnen den Umständen entsprechend eine angenehme Reise.” Anhand seines Tonfalls wussten alle, was er meinte, denn eigentlich wollte er sagen: “…in einem sogenannten Zug…”.
Immerhin: wir kamen so gut wie pünktlich an. Zuhause dann allerdings der nächste Frust: die Heizung hatte sich mit einer Fehlermeldung abgeschaltet, in meiner Wohnung waren es 8 Grad. Immerhin waren das 19 Grad mehr als draußen.
23.12.2009
Jahresendblogeintrag
Zunächst ein kleiner Nachtrag zur Amerika-Serie. Ich bin wieder gut in in Berlin angekommen, den Jetlag hab ich auch überwunden, und nun freue ich mich auf erholsame Feiertage.
Das Jahr 2009 war für mich, rückblickend, mit vielen Ortswechseln und Reisen verbunden. Praktikum in Berlin, Studieren in Flensburg, Diplomarbeit in Berlin, danach vier Wochen USA, nun wieder in Berlin, und über Weihnachten in Wolfenbüttel. Es war ein spannendes Jahr.
Euch allen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest. Und kommt gut ins neue Jahr.
02.11.2009
Es ist vollbracht: Diplomarbeit eingereicht. Auf nach USA!
Puh… Die letzten Nächte waren kurz und der Berg an Arbeit, der vor mir lag, wurde scheinbar nicht kleiner. Aber nun ist es geschafft: meine Diplomarbeit ist vollendet, gedruckt, gebunden, verpackt, frankiert und am Freitag auf den Postweg nach Flensburg zum Prüfungsamt geschickt wurden.
Natürlich gab es in letzer Sekunde, wie sich das für eine Diplomarbeit gehört, noch ein Problem beim Ausdrucken. Zwei Grafiken waren plötzlich verschwunden, aber zum Glück konnte ich auf ein Backup zurückgeifen.
Und natürlich war am Ende zu wenig Zeit, um all das noch unterzubringen, was ich gerne noch erwähnt hätte. Aber ich bin zufrieden mit dem Gesamtergebnis. Herzlichen Dank an alle Kolleginnne und Kollegen und an meine Freunde, die mich unterstützt haben, in welcher Form auch immer. Ich weiß noch nicht, wann ich mit einem Ergebnis rechnen kann, aber ich lasse es euch gern wissen, wenn es soweit ist.
Nun geht’s für mich zusammen mit einem Kollegen für vier Wochen in die USA. Dort arbeite ich für die Andrä AG an einem neuen Projekt, morgen startet der Flieger von Berlin-Tegel. In London steigen wir um und werden gegen 17 Uhr Ortszeit in San Franciso landen. Ich bin sehr gespannt.
Update: Vor ein paar Minuten rief mich das Prüfungsamt an. Meine Diplomarbeit ist noch nicht aufgetaucht. Laut Sendungsverfolgung der Post wurde sie aber ordnungsgemäß zugestellt, um die Fristeinhaltung mache ich mir daher eigentlich keine Sorgen. Aber ein ungutes Gefühl ist das schon.
Update 2: Natürlich war sie angekommen. Die lag nur am falschen Eingang der FH, also alles in Ordnung.
01.10.2009
Congstar: Ende der Geduld
Nachdem ich bei der Hotline am Montag angerufen hatte, wurde mir ein Rückruf von der Technikabteilung versprochen. Und zwar am selben Tag, “spätestens morgen”, also Dienstag. Nichts geschah. Ich hatte auch nicht wirklich damit gerechnet. Und so habe ich am Mittwoch den Auftrag storniert. Meine Geduld nach drei vergeblichen Terminen mit Technikern ist zu Ende.
Dass man mir fälschlicher Weise Gebühren berechnet hatte, hat Congstar inzwischen eingesehen und eine Rückbuchung versprochen. Ich werde wohl mein Glück bei “Alice DSL” (HanseNet) suchen – auch wenn mir bewusst ist, das auch die auf der sogenannten letzten Meile auf die Telekom angewiesen sind. (Leider ist die Alternative “Internet über das Fernsehkabel” bei mir nicht verfügbar.)
13.09.2009
Eigener Internetanschluss mitten in Berlin - unmöglich?
“Du willst es. Du kriegst es aber nicht.”
Seit Ende Juli wohne ich nun schon in Berlin (seit Anfang August schreibe ich meine Diplomarbeit). Kurz vor meinem Umzug habe ich am 20. Juli einen Telefon- und DSL-Anschluss bei Congstar, der Billigmarke der Telekom, bestellt. Ich hatte mich für Congstar entschieden, weil es dort keine Mindestvertragslaufzeit gibt und ich jeden Monat kündigen kann. Viel mehr wusste ich bis dahin über Congstar nicht (und im Moment ärgere ich mich ein bisschen darüber, dass ich mich nicht ausführlicher in zahlreichen Foren informiert habe).
Zwei Tage später, am 22. Juli, erhielt ich die Auftragsbestätigung und einen Termin für die Freischaltung, am 07.08. sollte es soweit sein. Da ich nicht wusste, ob der Vormieter einen Telefonanschuss hatte, und schon gar nicht welche Telefonnummer dieser gehabt hatte, handelte es sich um einen Neuanschluss. Deshalb wurde ein Termin mit einem Techniker vereinbart. Der würde “üblicherweise in der Zeit von 08:00 – 12:00 Uhr” erscheinen, so interpretierte ich die E-Mail. Am 6. August erhielt ich eine weitere Mail, in der es hieß, mein Anschluss würde “im Laufe des 07.08.2009 zwischen 8:00 und 16:00 Uhr bereitgestellt” – die Zeitspanne war nun plötzlich doppelt so lang. Zum Glück hatte ich keine weiteren Termine an dem Tag.
Der Techniker kam zwischen 10 und 11 Uhr, hat sein Leitungsprüfgerät aufgebaut und nach einigen Minuten Suchen leider erfolglos wieder abgebaut. Er hat die Leitung, die meine Telefondose mit dem Hausanschluss im Keller verbinden soll, nicht finden können. Und ließ mich ohne meinen Telefon- und DSL-Anschluss zurück. Das Problem war, so stellt am 24. August ein Elektriker fest, das tatsächlich ein Stück Kabel fehlte, und zwar von meiner Wohnungstür in den Hausflur. Als der Elektriker dieses verlegt hatte, bat ich Congstar noch am selben Tag um einen neuen Anschluss- und Technikertermin. Der wurde mir am 25. dann auch prompt mitgeteilt: am Dienstag, den 1. September, diesmal zwischen 8.00 und 18.00 Uhr, sollte der Techniker vorbeikommen.
Tat er aber nicht. Ich war den ganzen Dienstag lang in meiner Wohnung, aber ein Techniker ließ sich nicht blicken. Und damit fingen die Probleme wirklich an. Ich ging davon aus, dass Congstar sich mit mir in Verbindung setzen würde, das hatte ja bisher auch funktioniert. Aber am Donnerstag (3.9.) fragte ich dann doch mal bei der Hotline nach. Im “System” sei noch keine Rückmeldung vom Techniker vermerkt, deshalb könne man mir noch nicht sagen, wie es nun weiter geht. Ich solle am nächsten Tag noch einmal nachfragen. Am Freitag kam ich nicht dazu, und so habe ich es am Montag probiert, ich ging davon aus, dass man dort am Wochenende keinen erreicht.
Am Montag morgen (7.9.) dann mein nächster Versuch, wie immer vom Mobiltelefon aus. Leider ist in meiner Wohnung der Empfang nicht besonders gut, dazu war auch noch der Akku fast leer. Eine freundliche Mitarbeiterin betonte, dass es wohl schlecht gelaufen sei und es ihr leid täte. mehrmals fragte sich bei Kollegen nach, wie hier vorgegangen werden soll. Normalerweise könne ein neuer Termin erst im Abstand von 10 Tagen vergeben werden, aber in diesem Fall, so versprach sie mir, würde sich in 48 Stunden, allerspätestens in 72 Stunden, jemand bei mir mit einem neuen Termin melden. In dem Moment brach das Gespräch leider ab (Akku leer), aber ich hatte ja alle notwendigen Informationen erhalten. Und außerdem war ich etwas frustriert, das ich eine Woche nach dem verpatzten Termin keine bessere Antwort bekommen habe. Ich hätte zum Beispiel auch gern gewusst, warum am 1.9. kein Techniker gekommen war.
Am Donnerstag hatte ich immer noch keine neuen Informationen, deshalb rief ich wieder an. Mit vollem Akku und neuem Mut. Eine andere nette Mitarbeiterin sah im System, dass mein Gespräch vom Montag (7.9.) abgebrochen wurde und deshalb wohl auch keine weiteren Aktionen eingeleitet wurden. Aber, und das hätte mich stutzig machen sollen, sie gab mir sofort einen neuen Termin. Und zwar bereits zwei Tage später, am Samstag zwischen 8.00 und 13.00 Uhr. Ja, Techniker kämen auch am Samstag. Ich akzeptierte das natürlich, Samstag war ich sowieso zu hause.
Aber, man ahnt es ja bereits – wieder ohne Erfolg. Ich war dort, ein Techniker nicht. Um 13:10 Uhr (12.9.) rief ich direkt bei der Hotline an. Und sieh da, dort wird Samstag gearbeitet. Ohne Wartezeit landete ich bei einer dritten Mitarbeiterin, auch sie war sehr freundlich. Das “System” sagte ihr allerdings, das mein letztes Gespräch am 7.9. abgebrochen wurde. Ein weiteres Gespräch war dort nicht dokumentiert. Und: Nein, Samstags kommen nie Techniker (!). Das mit dem Termin muss ein Irrtum sein. Ich hatte ja leider auch keine schriftliche Bestätigung dieses Termins. Aber ich denke mir das doch nicht aus. Sie bot mir eine Gutschrift in Höhe von 10 Euro für die Unannehmlichkeiten an. (Alleine das Gespräch am Donnerstag für den Samstagstermin kostete mich vom Handy aus € 3,20 gekostet).
Aber ich bekam einen nächsten Termin. Am Donnerstag, den 24.9. Leider ginge es nicht früher. Ich war natürlich einverstanden, was bleibt mir auch anderes übrig. Ich bat um eine Bestätigung des Termins per Mail, das wurde mir zugesichert. (Bis jetzt, Sonntag Abend, hab ich diese Bestätigung noch nicht). Ich bin gespannt, ob tatsächlich jemand kommt und ich dann endlich, zwei Monate nach Beauftragung, einen Telefonanschluss habe.
Merke:
- Vor Vertragsabschluss über den Service des Unternehmens informieren
- Gespräche mit Hotlines dokumentieren: Am Anfang des Gesprächs den Namen notieren, notfalls nachfragen
- alles wichtige per E-Mail bestätigen lassen, um es nachweisen zu können
- Hotlines am Samstag anrufen (keine Wartezeit), nicht Mo-Fr abends oder in der Mittagszeit (lange Wartezeit)
- nicht darauf verlassen, dass Congstar sich von sich aus bei einem Kunden meldet
Fazit: Geht nicht zu Congstar, wenn es Alternativen gibt, zum Beispiel Alice-DSL.
Ergänzung (Montag, 13.9.): Da ich immer noch keine E-Mail mit dem neuen Termin bekommen habe, habe ich lieber nochmal nachgefragt. Eine weitere Kollegin, Frau Petra S., sagte mir, der Termin ist für den 25.9. an die Telekom weitergeleitet worden, aber schriftlich könne mir man das nicht geben. Darauf habe man keinen Einfluss, ob diese Termine eingehalten werden. Wieder einmal kann Congstar Versprechungen nicht einhalten, und ich bin Anruf für Anruf verärgerter.
